Als Kritische Theorie wird eine Gesellschaftstheorie aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Sie analysiert die Gesellschaft und ihre Machtstrukturen kritisch, um Mechanismen der Unterdrückung und sozialen Kontrolle aufzudecken. Sie verbindet marxistische Wirtschaftsanalyse mit kultureller, ideologischer und sozialpsychologischer Kritik, um die Entstehung und Aufrechterhaltung der gegenwärtigen Herrschaftsverhältnisse zu verstehen. Dabei strebt sie eine transformative Veränderung der Gesellschaft an, die auf Idealen des Humanismus wie Freiheit und Demokratie basiert.
Ihre hauptsächlichen Vertreter Max Horkheimer, Theodor Adorno, Erich Fromm und Herbert Marcuse werden auch unter dem Begriff Frankfurter Schule zusammengefasst. Als Hauptwerk gilt das von Horkheimer und Adorno gemeinsam verfasste Buch Dialektik der Aufklärung (1944) – die bis heute größte Leserschaft haben hingegen Fromms Werke Die Kunst des Liebens (1956) und Haben oder Sein (1976). Ihr institutionelles Zentrum hatten die Vertreter der Kritischen Theorie im Institut für Sozialforschung – ihr publizistisches Organ in der Zeitschrift für Sozialforschung.
Quelle: Wikipedia